Vorstandssitzung mit Bürgermeister Grawunder 


Zu einer außerordentlichen Vorstandssitzung trafen sich die CDU Ortsunion Walstedde und Bürgermeister Grawunder am Montag, den 03.12.2018, bei Höhne, um über die Kindergartensituation hier in Walstedde zu diskutieren, da dies für junge Familien in Walstedde ein durchaus wichtiges Thema ist. Nach einer Sozialausschusssitzung im April diesen Jahres, in der die Zahlen vom Kreisjugendamt über fehlende Betreuungsplätze im Ü3-Breich für das Kindergartenjahr 2018/2019 vorgestellt wurden, steht die Situation der fehlenden Kindergartenplätze in Walstedde im Focus der Ortsunion Walstedde und der CDU Fraktion im Stadtrat. Für den U2-Bereich steht gar kein offizielles Angebot in Walstedde zur Verfügung. Die Betreuung von 14 Kindern dieses Alters wird zurzeit von Tagesmüttern übernommen, die vom Kreisjugendamt bezuschusst wird. Das Kreisjugendamt hat perspektivisch für die Zukunft einen Bedarf von drei zusätzlichen Gruppen in Walstedde prognostiziert.


Bei den Haushaltsplanberatungen der CDU Fraktion berichtete der Bauamtsleiter Herr Britten, dass für einen Kindergarten mit 3 Gruppen Kosten für Planung, Gebäude und Außenbereich von ca. 1,8 Mio. € veranschlagt werden müssten. Die Stadtverwaltung wurde von der CDU Fraktion gebeten, diese Kosten in den Entwurf des Haushaltsplanes 2019 und der weiteren Finanzplanung für 2020 mit aufzunehmen. In einer von der Verwaltung kurzfristig erstellten Tischvorlage für den Bau eines neuen Kindergartens in Walstedde wurde dieses Thema als zusätzlicher Tagesordnungspunkt für die Haushaltsplanberatungen der Ausschusssitzungen mit Kosten für 2019 von 1 Mio. € und für 2020 von 800 T € in die Beratungen mit aufgenommen. Im Bauausschuss, Sozialausschuss und im Haupt- und Finanzausschuss wurde der Änderung des Haushaltsplanentwurfs um den Bau des neuen Kindergartens einstimmig von allen Fraktionen zugestimmt. Offen ist bisher noch die Zustimmung in der Ratssitzung am 17.12.2018.


Zu Beginn der Vorstandssitzung bedankte sich der 1. Vorsitzende der Ortsunion Walstedde, Alfons Krellmann, beim Bürgermeister, der Verwaltung und der  Politik für die schnelle und entschlossene Vorgehensweise indem jetzt Mittel im Haushalt für 2019 und 2020 bereitgestellt werden konnten. In der anschließenden Diskussion betonte der Bürgermeister, dass von der Feststellung des Bedarfes bis zur Planung und Fertigstellung einer solchen Maßnahme die Zeit oft vielmals zu kurz ist. Daher plant die Stadt Drensteinfurt als Übergangslösung ab 1. August nächsten Jahres den Umbau der Unterkunft für Asylsuchende an der Hoflinde in Walstedde als Einrichtung zur Betreuung einer Kindergartengruppe. Dieses Provisorium kostet zwar auch viel Geld, ist aber laut Verwaltung wesentlich günstiger als eine Containerlösung. Als mögliche Betreiber des neuen Kindergartens haben sich neun Trägergesellschaften beworben. Ganz besondere Freude aller Anwesenden der Vorstandssitzung herrschte über die Bewerbung von Fortuna Walstedde als möglicher Betreiber
eines Sportkindergartens. Der neue Kindergarten in Walstedde soll als erste Einrichtung dieser Art in den drei Ortsteilen von der Stadt als Investor gebaut und an den zukünftigen Betreiber vermietet werden. Neben der Betreiberfrage, die laut Grawunder bis März 2019 geklärt werden soll, stand besonders der Standort des neuen Kindergartens im Mittelpunkt der Diskussion. Nachdem über die Zukunft des Paul Gerhardt Hauses von der evangelischen Kirchengemeinde erst in 2019 entschieden werden soll, steht dieses als Standort nicht zur Verfügung. Die Verwaltung prüft derzeit verschiedene Standorte, darunter auch einen möglichen Standort im 2. Bauabschnitt des Baugebietes Kerkpatt. Fortuna Walstedde hat in seiner Bewerbung einen Standort auf dem Sportgelände zwischen dem Rasenplatz und dem Kunstrasenplatz favorisiert. Da dieser Bereich als Sportgelände erschlossen ist, müsste erst eine Bebauungsplanänderung beantragt werden. Da die Dauer sowie der Ausgang der Bebauungsplanänderung aus heutiger Sicht sehr ungewiss sind, favorisiert die CDU und die Verwaltung eine Errichtung des Kindergartens auf dem heutigen Bolzplatz. Der Bolzplatz auf dem Schulgelände neben der St. Lambertus Grundschule befindet sich der im Eigentum der Stadt. Der Platz hat eine Fläche von ca. 6000 m², für den Kindergarten würden ca. 3000 m² benötigt. Die freibleibende Fläche könnte dann eingeschränkt als Bolzplatz weiter genutzt werden. Dies Gelände ist bereits erschlossen und man könnte es relativ zeitnah bebauen. Auch die unmittelbare Nähe zum Sportgelände könnte den Betrieb eines Sportkindergartens gewährleisten. Da die Zeit drängt, ist der neue Kindergarten an diesem Standort am schnellsten umzusetzen. Die Verwaltung will aber vorher mit den Anliegern dieses Geländes sprechen, um eine geeignete Parksituation und Verkehrsführung im Einklang mit ihnen planen zu können. Der favorisierte Standort bietet einige Synergieeffekte mit der benachbarten Grundschule, dem katholischen Kindergarten, der Sport- und Gymnastikhalle sowie des Sportgeländes. Mit dem schon geplanten und genehmigten Umbau der St. Lambertus Grundschule mit Kosten von 2,2 Mio. € und dem jetzt zu planenden 2. Kindergarten mit Kosten inkl. Übergangslösung an der Hoflinde von ca. 2 Mio. € ist die Kindererziehung in Walstedde für die Zukunft auf ein solides Fundament gestellt.